Nach Spanien reisen - dem beliebten Reiseziel auf der iberischen Halbinsel

Spanien

Spanien - Zahlen und Fakten:

Spanien ist ein Staat in Westeuropa, der sich über eine Fläche von 504.646 km² erstreckt und 44.708.954 Einwohner hat (Stand: 1.1.2006). Politisch gesehen handelt es sich bei Spanien um eine parlamentarische Erbmonarchie. Staatsoberhaupt ist König Juan Carlos I.; Regierungschef ist seit 2004 José Luis Rodriguez Zapatero. Die größte Stadt, und zugleich die Hauptstadt Spaniens, ist Madrid. Staatsprache ist Spanisch, regional auch Katalanisch, Galicisch oder Baskisch. Offizielle Währung ist der Euro.

Lage:

Spanien liegt auf der iberischen Halbinsel und grenzt im Westen an Portugal, im Nordosten an Frankreich und Andorra und im Süden an die britische Exklave Gibraltar. Zudem gehören zu Spanien noch die Balearen im Mittelmeer und die Kanaren im Atlantik.

Klima:

In Spanien gibt es verschiedene Klimazonen. An der nördlichen Atlantikküste sind die Winter und Sommer sehr mild. Im Zentrum unter anderem in Katalonien, Valencia und im Hinterland Andalusiens herrscht kontinentales Mittelmeerklima mit heißen Sommern und kalten Wintern, wobei die täglichen Temperaturschwankungen sehr hoch sein können. Auf den Balearen und im Süden Spaniens herrscht Mittelmeerklima, d.h. milde Winter und heiße oder heiß-feuchte Sommer. Auf den Kanaren herrscht subtropisches Wetter mit ganzjährig milden Temperaturen.

Geschichte:

Die Ureinwohner Spaniens sind Kelten und Iberer. Im 11. Jahrhundert v. Chr. wurde Spanien von den Phöniziern kolonialisiert, die bedeutendste Kolonie war Cádiz. Von 206 v.Chr. bis ca. 474 n. Chr. war Spanien oder "Hispania" römische Kolonie. Von 711 bis 1031 war Spanien unter arabischer Vorherrschaft. Mit Vertreibung der Mauren und der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus unter spanischer Flagge war Spanien bis zum Untergang der spanischen Armada 1588 Weltmacht. Unter der Herrschaft der Habsburger von 1504-1700 durchlief das spanische Reich eine Phase des Niedergangs. Die Situation verbesserte sich unter der anschließenden bourbonischen Herrschaft nur langsam. 1872 wurde die erste Spanische Republik ausgerufen, die allerdings nur elf Monate Bestand hatte. Die zweite Republik hielt immerhin fünf Jahre (1931-1936). Von 1939 - 1975 herrschte in Spanien eine Militärdiktatur unter General Franko. 1977 fanden erstmals demokratische Wahlen statt. Seit 1986 ist Spanien Mitglied der europäischen Gemeinschaft.

Spanien als Reiseziel:

In Anbetracht der wechselvollen spanischen Geschichte ist es wenig erstaunlich, dass Spanien eine Vielzahl an historischen Bauwerken und kulturellen Einflüssen aufweist. Verschiedene Klöster und Burgen aus dem Mittelalter, Überreste römischer Architektur und nicht zuletzt architektonische Einflüsse der Mauren, v.a. in Südspanien, wie die Alhambra in Granada, bieten interessierten Reisenden einen guten Einstieg in die Ursprünge, und damit die Seele, des Landes. Aber auch neuere Einflüsse können sehr reizvoll sein, etwa die außergewöhnlichen Bauwerke und Parkanlagen Gaudís in Barcelona. Einen Querschitt an Kultur bietet natürlich auch der Prado in Madrid, mit einer der größten Kunstsammlungen weltweit, von Rembrandt bis Goya. Wer religiös ist, oder einfach über sein Leben nachdenken will, dem bietet dazu der Jakobsweg die Gelegenheit und die Inspiration. Aufgrund der landschaftlichen Vielfalt ist Spanien natürlich auch für Strand- oder Wanderurlauber ein beliebtes Ziel. Costa del Sol und Costa de la Luz bieten weite Sandstrände. Außer für seine Küsten ist Andalusien für seinen Sherry und Serrano-Schinken bekannt. Dies sind aber nur einige der kulinarischen Besonderheiten Spaniens.

Nicht zu vergessen die spanischen Inseln, als da wären die balearischen und die kanarischen Inseln. Besonders die Kanaren erfreuen sich in den letzten Jahren wieder steigender Beliebtheit, vor allem während der Wintermonate. Im Trend liegen zum Beispiel Aktivurlaub und Wandern auf La Palma, der grünen Kanareninsel. Die Natur und die abwechslungsreiche Landschaft von La Palma begeistert jeden Naturliebhaber. Diese Insel ist im Gegensatz zu Gran Canaria und Teneriffa verhältnismässig klein. Es gibt keine großen Städte, sondern nur kleinere Dörfer und Orte. Neben diesen drei Inseln zählen zu den Kanaren noch Lanzarote, Fuerteventura, La Gomera und die kleinste Insel, El Hierro.