Teneriffa ist mit circa 2000 Quadratkilometern und 900.000 Einwohnern die größte und auch die bevölkerungsreichste Insel der Kanaren. Die Hauptstadt heißt Santa Cruz de Tenerife. Mit Fuerteventura, Lanzarote, Gran Canaria und Gomera gehört sie zu Spanien. Auf Teneriffa, einer Vulkaninsel, herrscht das ganze Jahr über ein mildes Klima, das die Insel den Nordost-Passatwinden verdankt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts hat sich der Tourismus entwickelt und Teneriffa bis heute zu einer reinen Urlaubsinsel gemacht. Vor allem an der Nordküste und im Süden beherrschen die Ferienanlagen das Bild und Touristen genießen im Sommer und auch im Winter das Strandleben.
Wanderparadies
Aber nicht nur Badeurlauber zieht die Insel an. Sie ist mit ihren Bergen das reinste Wanderparadies, sodass auch Aktivurlauber auf ihre Kosten kommen. Es gibt hier die verschiedensten Schwierigkeitsgrade vom Anfänger bis zur hochalpinen Tour auf den höchsten Berg Spaniens, den Pico del Teide (3718 m), dessen Bezwingung mit einem wunderbaren Panorama über den Nationalpark, der den Berg umgibt, belohnt. Das ganzjährig milde Klima lädt zu Wanderreisen auf Teneriffa ein. Trotzdem sollten Wanderer sich zur Sicherheit gerade bei größeren Touren einem fach- und gebietskundigen Bergführer anvertrauen, der auch die richtige Ausrüstung und Kleidung empfehlen wird.
Wanderreisen auf Teneriffa sollten vor Antritt der Reise gut durchgeplant werden. Es gibt die Möglichkeit, sich eine Finca im Landesinneren zu mieten und als Ausgangspunkt für Tageswanderungen zu nutzen oder der geplanten Route entlang Zimmer in kleinen Pensionen oder Hotels zu buchen. Dafür ist es wichtig, sich schon vorher über die eigene Kondition im Klaren zu sein, um die Tagesstrecke abschätzen zu können, denn sicher ist, dass die Wanderung immer mit Steigungen verbunden ist. Belohnung ist aber immer die Aussicht bis hin zum Meer.
Anaga-Gebirge, die Masca-Schlucht und vieles mehr – Naturfaszination der Insel
Ein Beispiel dafür ist das Anaga-Gebirge im Nordosten von Teneriffa. Die Wege führen durch Schluchten und Wälder und durch romantische, abgelegene Bergdörfer. Hier empfiehlt sich eine Rast, um die Gastfreundschaft der Bergbewohner und den hervorragenden Ziegenkäse mit einem Glas Landwein zu genießen, bevor die Wanderung zur nächsten Schlucht führt. Das Tenogebirge lädt zu einer Wanderung durch eine faszinierende Pflanzenwelt ein. Der Wanderer trifft auf viele Gewächse, die nur auf den Kanaren, teilweise auch nur auf Teneriffa wachsen, der Drachenbaum oder die Wolfsmilchgewächse. Für Naturfreunde und Botaniker ist dies das reinste Paradies. Die Masca-Schlucht führt an den Atlantik, wo die Pause für ein Bad im Meer oder eine Fahrt mit dem Boot nach Los Gigantes genutzt werden sollte.
Schöne Kontraste der Natur
Gerade die Gegensätze dieser interessanten Insel machen Teneriffa zu einem Wanderparadies. Auf der einen Seite werden Vulkanlandschaften erklettert, auf der anderen Seite locken schattige, üppige Wälder zur Rast. Das Meer auf der einen Seite, das mit seinen langen Sandstränden zu allen Jahreszeiten zum Baden einlädt, dann die hohen Berge mit teilweise schneebedeckten Gipfeln. Der größte Kontrast dürfte für den Wanderer aber die Ruhe und Abgeschiedenheit der Natur im Gegensatz zu den turbulenten Touristenzentren sein. Viele Pflanzen und Tiere sind nur in dieser Abgeschiedenheit zu beobachten, die nur eine Wanderreise möglich macht.
Wer zum ersten Mal zum Wandern nach Teneriffa kommt oder sich die Planung alleine nicht zutraut, kann auch eine komplette Wanderreise buchen. Das Angebot reicht oft vom einfachen Spaziergang kombiniert mit Stadtführungen bis hin zur Besteigung des Pico del Teide. Ohne die Organisation drumherum kann sich der Wanderurlauber so auf seine Aktivitäten konzentrieren und sicher sein, dass ihm keine der wunderbaren Aussichten und Sehenswürdigkeiten entgehen wird.

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